Altes Ziel, aber neue Gesichter

Die Frauen des VC 97 Staßfurt starten mit zwei Heimspielen gegen Bitterfeld-Wolfen und Blankenburg in die neue Saison der Landesoberliga.

Volksstimme, 14.10.2017


Für das Team von Dirk Schambier stand in den vergangenen Wochen vor allem eins auf dem Programm: Training. Denn der Coach des VC 97 Staßfurt aus der Landesoberliga hat seine Mannschaft, nach dem knappen Klassenerhalt im Vorjahr, neu zusammengestellt. Und entsprechend mussten die neuen Spielerinnen integriert werden. „Das Training in der Vorbereitung lief sehr gut“, berichtet der Coach. Es wurden positive Erfahrungen aus Testspielen gezogen und an Schwächen gearbeitet. „Nun gilt es zu zeigen, ob wir als Mannschaftsgefüge auch im Punktspielbetrieb funktionieren“, so Schambier.

Und das können die Frauen des VC 97 morgen unter Beweis stellen. Am ersten Spieltag der neuen Saison warten in der eigenen Halle mit dem VC Bitterfeld-Wolfen und den Blankenburger VF gleich zwei Gegner. Die ersten Punkte sollen geholt werden. Denn das Ziel ist wie im letzten Jahr ganz klar der Klassenerhalt. Nur die Umstände sollen anders laufen. „Wir wollen versuchen, nicht wieder bis zum letzten Spieltag bangen zu müssen. Wir wollen uns im Mittelfeld einpegeln“, sagt der Coach. Er rechnet aber auch damit, dass sich sein Team „erst finden muss.“ Der Coach erwartet einen „holprigen Start“, ist sich aber sicher, dass „wir uns dann stabilisieren werden“.

Es hat sofort gepasst

Denn allen Traingseinheiten zum Trotz: So eine neu formierte Mannschaft muss erstmal zusammenwachsen. Mit Sabrina Traßer, Aranka Lohse und Tina Pulver sind gleich drei Neuzugänge vom MLV Einheit, das Magdeburger Team war in der vergangenen Saison aus der Oberliga abgestiegen, zu den Staßfurtern gestoßen. „Sie haben ein Probetraining bei uns absolviert und es hat einfach gepasst“, begründet Schambier die Verpflichtungen.

Darüber hinaus besteht der kleine Umbruch bei den 97ern auch darin, dass die „Integration von Jugendspielern stärker ausgebaut wird“, so der Coach. In der Vorsaison fand das nur vereinzelt statt, in dieser Spielzeit sollen junge Spielerinnen fester Bestandteil des Teams sein. Mit Julie Sämisch (Libera), Melissa Moye (Diagonal/Mitte), Lucie Kolbe (Annahme außen) und Laura Schambier (Mitte) sind vier Spielerinnen aus der eigenen Jugend nun in der Ersten dabei. „Wir müssen den Spagat zwischen den alten und jungen Spielerinnen hinbekommen“, blickt Schambier voraus. Für die Staßfurter gilt: Altes Ziel, aber neues Personal.

Veränderte Taktik

Aber es gibt nicht nur einige neue Gesichter beim VC 97, auch die Taktik ist verändert. „Wir spielen in dieser Saison permanent mit einer Libera“, verrät Schambier. Wie das mit einer spezialisierten und extra abgestellten Defensivspielerin funktioniert bei den Staßfurtern, wird schon der morgige Saisonauftakt zeigen.
Für die zwei Partien steht Schambier jedoch vor einem anderen „großen Problem“. Mit Juliane Ruhnow und Laura Schambier werden zwei Spielerinnen aus dem Mittelblock fehlen. „Das ist eine blöde Situation, aber wir müssen das Beste daraus machen“, so der Trainer. Die einzige Stammspielerin auf dieser Position ist Sylke Pillich. Dazu kann und wird das aber auch Melissa Moye spielen. „Diagonal ist zwar ihre stärkere Position, aber sie bekommt von mir auch auf Mitte das Vertrauen“, sagt Schambier.
Seine Zuversicht für die Spiele ist da. Auch wenn er die Gegner nur schwerlich einschätzen kann. Bitterfeld-Wolfen, der Tabellenachte des Vorjahres, hat eine „komplett andere Mannschaft“. Der VC hat sich mit Jugendspielern verstärkt. Die bislang drei Siege aus drei Spielen zeigen: „Das ist eine ganz andere Qualität. Wir müssen schauen, wie sie aufgestellt sind“, sagt Schmabier, der nur weiß: „Das wird eine ganz schwere Aufgabe.“
Etwas mehr rechnet sich der Staßfurter Trainer da schon gegen Blankenburg aus. Der Vorjahreserste hat „einige Leistungsträger verloren“. Schambier hat die Volleyballfreunde schon beobachtet und erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe“. Grundsätzlich wollen die Staßfurterinnen die Spiele aber auf sich zukommen und sich überraschen lassen. „Wir müssen erstmal schauen, wie wir so harmonieren.“

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