Aufholjagd mit „Nervenkrimi“

Frauen-Volleyball VC 97 siegt nach 0:2-Rückstand noch 3:2 gegen Halle / Drei Punkte gegen Zeitz

Volksstimme, 29.11.2017


Die Landesoberliga-Volleyballerinen des VC 97 Staßfurt haben am Heimspieltag mit einem 3:1 gegen den SV Motor Zeitz und einem 3:2 gegen die SG Einheit Halle fünf Punkte geholt. Durch die Aufholjagd im zweiten Spiel war es für Spielerinnen und Publikum ein versöhnliches Ende.

Dirk Schambier benötige nach diesem Wochenende schon etwas länger, um das Erlebte zu verarbeiten. „Ich hatte schon eine Weile daran zu knabbern“, sagte der Trainer des VC 97 Staßfurt. Seine Damen aus der Landesoberliga hatten mit zwei Siegen gegen den SV Motor Zeitz und die SG Einheit Halle fünf Punkte geholt. „Das Ergebnis ist am Ende zufriedenstellend“, so Schambier. Die „Art und Weise“ hat er sich jedoch etwas anders vorgestellt. Denn Schambier brauchte am Sonnabend ziemlich starke Nerven.

Beim 3:1-Sieg gegen das Team aus Zeitz lief zunächst alles optimal. „Wir haben in den ersten beiden Sätzen unsere Aufschläge gut durchgebracht und in der Abwehr viel geackert“, lobte der Trainer. Die Ergebnisse von 25:12 und 25:15 sprachen eine klare Sprache. „Es war ein einfaches Spiel für uns.“ Doch das wurde im dritten Satz dann wieder einmal zum Problem.
Denn der ging mit 26:28 verloren. Wenn auch vielleicht unterbewusst, die Staßfurterinnen nahmen ein bisschen das Tempo raus. Weil auch der Gegner besser verteidigte und der VC 97 mit den Angriffen nicht mehr so gut durchkam, entwickelte sich ein Satz auf Augenhöhe. Und Schambier konnte sich nach den ersten beide Sätzen nur fragen: „Wie geht das?“
Im vierten Satz haben sich die Gastgeberinnen dann aber wieder „auf ihre Stärken konzentriert“, so der Coach. Es lief im Angriff besser. Und der Satz ging souverän mit 25:19 an Staßfurt. „Das war schon eine gute Leistung“, bescheinigte Schambier. „Nach diesem Spiel hätten wir eigentlich schon gewarnt sein müssen, dass man keinen Gegner unterschätzen darf.“

Doch das hat für das zweite Spiel gegen die SG Einheit Halle nichts eingebracht. Denn dabei agierten die Gastgeberinnen zunächst wie ein „aufgeschreckter Hühnerhaufen“, kritisierte Schambier. Einfache Fehler im Aufschlag und im Blockspiel führten dazu, dass die ersten beiden Sätze mit 25:17 und 25:14 an die Gäste gingen. „Der Kopf hat entschieden in dieser Phase. Und da lief bei uns ganz viel verkehrt.“ Alle Motivationsversuche des Coaches brachten nichts ein. „Ich hatte kein Rezept mehr“, gestand sich Schambier ein.
Umso erfreulicher war es für den VC 97, dass es ab dem dritten Satz einen Umschwung in der Halle bezüglich der Stimmung gab. „Auf und neben dem Feld war es viel lauter und die Zuschauer haben uns super unterstützt.“ Dazu kam wieder die Kopfsache. Denn dieses Mal hatten die Hallenserinnen den komfortablen 2:0-Vorsprung, den im ersten Spiel noch der Gastgeber hatte. Und so gab auch Einheit ein paar Prozentpunkte weniger, was dem VC 97 sehr in die Karten spielte.
Der dritte Satz ging folgerichtig mit 25:17 an den Gastgeber. „Wir haben uns an unsere alten Stärken erinnert und die ganze Zeit geführt“, lobte Schambier. Doch nicht nur das: Der vierte Satz war dann mit dem 25:11 für Staßfurt noch eindeutiger. „Wir wurden immer stärker.“
Logischerweise gingen die 97er dann auch in das Tiebreak mit mehr Schwung. Doch der war zunächst nicht viel wert. Denn Halle führte mit 12:8 im fünften Satz. Nur drei magere Pünktchen hätte die SG Einheit für den Satz- und Spielgewinn benötigt. Doch die Staßfurterinnen kämpften weiter und zeigten dann Nervenstärke. „Wir haben mehr daran geglaubt“, machte Schambier den Unterschied aus.

Denn sein Team hatte auch den entscheidenden Satz in einem „echten Nervenkrimi“ noch mal gedreht und mit 15:13 für sich entschieden. Damit wurde das Spiel mit 3:2 gewonnen und es landeten weitere zwei Punkte auf dem Konto des VC 97. „Ich muss ein Riesenkompliment an die Mannschaft richten. Das war ganz großes Kino“, so der Trainer. Klar, ihm wären die sechs Punkte lieber gewesen. Aber auch die fünf gehen vollkommen in Ordnung nach dieser Aufholjagd. „Es war ein versöhnliches Ende“, sagte der Coach.
Am kommenden Wochenende spielen die Staßfurterinnen auswärts ausgerechnet wieder gegen Halle, dieses Mal auswärts. Das kann ja dann eigentlich ähnlich laufen? „Wir müssen so spielen wie in den letzten drei Sätzen, dann ist alles schick.“ Schambier war ein paar Tage nach dem „Nervenkrimi“ schon wieder zu Scherzen aufgelegt. Am Ende war er einfach nur glücklich über die Leistung seiner Mannschaft.

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