Nur noch Frauen beim VC 97

Der VC 97 Staßfurt stellt erstmals seit über 20 Jahren kein Herrenteam mehr. Die Frauen wollen hingegen oben angreifen.
(Quelle: Staßfurter Volkstimme vom 21.09.2019)

Es war eine schwierige und langwierige Entscheidung. Doch in diesem Sommer wurde sie getroffen. Der VC 97 Staßfurt wird in der kommenden Saison kein Herrenteam mehr ins Rennen schicken. Doch warum? Immerhin deutete nach einer guten Landesliga-Saison über den Erwartungen nichts darauf hin.

Doch im männlichen Staßfurter Volleyball-Bereich steht und fällt eben alles mit einer Person: Michael Frost. „Er ist Trainer, Organisator, Manager, einfach Dreh- und Angelpunkt der Truppe“ erkennt der Geschäftsführer des VC 97, Robert Stinner, an. Aber Frost hat sich eben „entschieden kürzer zu treten“, berichtet Stinner. „Und es hat sich niemand für die Nachfolge gefunden.“ Zu wenige Spieler haben die Bereitschaft gezeigt weiterzumachen, weshalb sich die Staßfurter zu diesem Schritt entscheiden mussten. „Das ist sehr ärgerlich und traurig und hat es in den vergangenen 20 Jahren nicht gegeben“, klagt Stinner, der diese Entwicklung aber in vielen Vereinen beobachtet. Es fehlte schlichtweg am Nachwuchs. Dennoch bleibt das große Ziel, in der Saison 2020/21 dann wieder ein Herrenteam zu stellen.

Gut aufgestellt sind die 97er weiterhin im weiblichen Bereich, auch wenn es nur zwei statt drei Frauenteams gibt. Doch beide starten in der Landesliga Nord. Die ersten Damen verzichteten als souveräner Tabellenerster des Vorjahres damit auf den Aufstieg in die Landesoberliga. Stinner begründet: „Es muss ja qualitativ und quantitativ passen. Es hatten sich aber nur acht Damen dafür ausgesprochen.“ Bei den ersten Frauen sind viele Mütter dabei, die den Mehraufwand nicht stemmen können.

VC 97-Damen wollen nicht tiefstapeln

Beim VVSA-Pokalsieger bleibt das Team für die Saison 2019/20 dabei im Wesentlichen gleich. „Wir haben mit Elisa Döring aufgrund des Studiums nur einen Abgang“, berichtet Jörg Döring, der gemeinsam mit Torsten Multischewski weiterhin das Traineramt ausfüllt. Nach dem ersten Platz im Vorjahr wollen die Staßfurterinnen natürlich nicht tiefstapeln, was auch Döring weiß: „Wir wollen schon oben mitspielen und einen der ersten drei Plätze erreichen. Alles andere würde nicht unserem Leistungsniveau entsprechen.“

Und Döring hat dabei auch ein Blick auf die zweite Mannschaft, die in diesem Jahr ein bisschen zum Konkurrenten wird. Denn das Team, das komplett aus Nachwuchs-Spielerinnen besteht, stieg aus der Landesklasse auf und geht nun mit der Ersten zusammen in der Landesliga auf Punktejagd. „Die Zweite ist nicht zu unterschätzen, sie ist ziemlich stark. Wir haben in Trainingsspielen schon den einen oder anderen Satz gegen das Team abgegeben. Ich denke, vom Leistungsvermögen kann die Zweite auch oben mitspielen“, schätzt Döring ein.

Und wie es der Zufall will, treffen die beiden Frauenteams des VC 97 direkt am ersten Spieltag aufeinander. Am Sonntag um 10 Uhr kommt es in der Sporthalle des Dr. Frank-Gymnasiums dabei aber nicht nur zum Vereinsduell, sondern auch zu einem Derby. Als drittes Team ist der FZV Eintracht Güsten zu Gast. „Wir sind gespannt, was für uns drin ist“, so Döring, der aber keinesfalls davon ausgehen kann, dass seinem Team die Punkte geschenkt werden. „Die Derbys gegen Güsten sind auch immer besonders prickelnd. Da bestehen Freundschaften, aber nicht auf dem Spielfeld“, beschreibt der Coach die Vorfreude. Die ist nämlich durchaus gegeben beim VC 97. Zumindest im weiblichen Bereich.

 

 

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