Drei Faktoren verhindern den Erfolg

Volleyball-Landesliga VC 97 Staßfurt unterliegt gegen WSG Reform Magdeburg II (0:3) und SG Lindau (1:3)
Quelle: Staßfurter Volksstimme vom 18.10.2019

Der VC 97 Staßfurt holte zum Auftakt in das neue Jahr keine Punkte aus zwei Spielen. Doch die Trauer war nicht groß, immerhin mussten die Staßfurter auswärts gegen die Top-Teams WSG Reform Magdeburg II (0:3) und SG Lindau (1:3) antreten.

 

Schon auf der doch recht kurzen Anreise nach Magdeburg kamen Michael Frost ziemlich viele negative Gedanken. Der Coach des VC 97 Staßfurt sah sich beim Landesliga-Spieltag in der Landeshauptstadt nämlich vor einige, in Zahlen drei, große Probleme gestellt. Erstens kamen die Staßfurter gerade aus der Winterpause. „Wir waren nicht im Training. Es war schon zu spüren, dass noch nicht alle Spieler wieder bei 100 Prozent waren. Wir müssen uns erst wiederfinden“, sagte der Trainer. Zweitens hatte der VC 97 auch mit Personalproblemen zu kämpfen. Aus dem 14-köpfi - gen Kader standen gleich sechs Spieler nicht zur Verfügung. „Da fehlte uns der Angriffsdruck. Ich konnte von außen keine neuen Impulse setzen.“ Drittens und letztens gastierten die Staßfurter bei keinem geringerem Gegner als dem ungeschlagenen Spitzenreiter WSG Reform Magdeburg II und bekamen es in fremder Halle zudem noch mit dem Tabellenzweiten SG Lindau zu tun. So waren die 0:3-Niederlage gegen Reform (-11, -10, -19) und die 1:3-Pleite gegen Lindau (17, -21, -19, -23) zumindest leicht erklärt. „Viel mehr war nicht drin“, sagte Frost. „Ohne Punkte nach Hause zu fahren, war erstmal bitter. Aber wir haben gegen die Top- Teams der Liga gespielt.“ Und diese doch etwas „undankbare“ Ansetzung bekam der VC 97 im ersten Spiel gegen den Gastgeber gleich im vollem Ausmaß zu spüren. Zwar kamen die Bodestädter gut rein und waren im ersten Satz bis zum 10:10 dran, doch dann kam „leider ein richtiger Einbruch“, beobachtete der Trainer. „Wir hatten enorme Annahme-Probleme und haben den Ball nicht mehr nach vorn bekommen.“ Mit einer 15:1-Serie machte es die Reform-Reserve deutlich. Die Durststrecke hielt auch im zweiten Satz (10:25) an. „Wir waren zu passiv und haben zu viele Fehler gemacht.“ Auch wenn der dritte etwas besser verlief, änderte das nichts an den Kräfteverhältnissen. „Reform steht zurecht ganz oben, das Team hat ganz andere Ambitionen“, merkte Frost an. Im zweiten Spiel kam den Staßfurtern zunächst zu Gute, dass sie das vorige Spiel der Lindauer beobachten konnten. „Wir haben gut aufgeschlagen und die Schwächen des Gegners ausgenutzt“, sagte Frost. Das brachte einen 25:17-Sieg im ersten Satz. Doch das Pendel schlug folglich um und die 97er gingen in engen Sätzen stets als Verlierer vom Netz. Es machten sich dabei auch die fehlenden Wechseloptionen bemerkbar. Doch die Spiele sind abgehakt. Der Fokus liegt schon wieder auf dem nächsten Heimspieltag gegen Kleinpaschleben und Salzwedel am 3. Februar.

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