Rückkehr zu den Wurzeln

 Volleyball Hannes Mück unterstützt das VC 97-Trainerteam / Nachwuchsarbeit wird intensiviert
(Quelle: Staßfurter Volkstimme vom 09.10.2020)

Fast zwei Jahre ist es her, dass die Männermannschaft des VC 97 Staßfurt letztmalig auf Landesebene antrat. Mit Beginn der Spielzeit 2019/20 starteten die Bodestädter erstmals nur in der Salzlandliga, doch das soll sich in absehbarer Zukunft wieder ändern. Prominente Unterstützung bekommen die Staßfurter dabei auf der Trainerposition.

Andreas Trümper (hinten) und die Männermannschaft des VC 97 Staßfurt bestritten im März 2019 ihr bislang letztes Punktspiel in der Volleyball-Landesliga.Archivfoto: Dennis Uhlemann

 Hannes Mück, der mit dem CV Mitteldeutschland bereits Zweitliga-Erfahrung sammeln konnte und darüber hinaus in einer Partie der Bundesliga zum Einsatz kam, kehrt zu seinen Wurzeln zurück und übernimmt das Amt des Übungsleiters als Spielertrainer des Herrenteams. „Er kann der Mannschaft mit seiner Erfahrung nochmal einen anderen Blickwinkel bieten“, erklärt VC 97-Vorstand Michael Frost, der bisher für das Herren-Team zuständig war. Langfristig soll der Weg der Staßfurter Volleyballer dabei wieder aus der „Hobbyliga“ auf Landesebene führen. „In dieser Saison planen wir noch einmal in der Salzlandliga, die hoffentlich im November starten kann, anzutreten. Doch ab der Spielzeit 2021/22 wollen wir uns wieder im Spielbetrieb des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt (VVSA) beweisen. Mittelfristig – in drei bis fünf Jahren – peilen wir die Landesoberliga an“, offenbart Frost die ambitionierten Ziele der Bodestädter. Dass diese weiterhin möglich sind, hat der Verein auch der fortlaufenden Unterstützung durch die Salzland-sparkasse zu verdanken. „Ein großes Lob dafür. Um finanzielle Probleme mussten wir uns trotz der Corona-Pandemie in den vergangenen Monaten keine Sorgen machen.“

Kontakt nie abgerissen

Um die ausgegebenen Ziele mit dem nötigen Ernst anzugehen, trainiert die Mannschaft seit sieben Wochen wieder in der Halle und hielt sich zuvor bereits auf der Beachvolleyball-Anlage am Löderburger See fit.

Dort kam auch der Kontakt mit Mück zustande – oder besser gesagt ist er nie abgerissen. Immer wieder war er für Meisterschaften und Turniere zu Gast. Es war eine Rückkehr zu seinen Wurzeln, denn acht Jahre lang wurde der gebürtige Ascherslebener im Nachwuchs des VC 97 ausgebildet. Anschließend wechselte er jedoch auf Grund seiner Ambitionen, höherklassig zu spielen, zunächst zum USC Magdeburg und später zu den Chemie Volleys Mitteldeutschland, mit denen er drei Meistertitel in Folge feierte. Nun erfolgte also die Rückkehr zu seinem Jugendverein.

Dass er dort zukünftig vorerst niedrigklassiger aktiv sein wird, stört Mück dabei nicht. „Familiär bedingt haben sich in letzter Zeit meine Prioritäten etwas verschoben. Dennoch hat der Verein großes Potential“, erklärt er. Er möchte ab sofort etwas kürzer treten und weg vom Leistungssport. Dass dieser Prozess noch nicht ganz abgeschlossen ist, bekamen seine neuen Mannschaftskameraden in den ersten Trainingseinheiten zu hören. „Da muss ich noch etwas entspannter und ruhiger werden“, so Mück lachend.

Für das Ziel, wieder auf Landesebene erfolgreich Volleyball zu spielen, wollen die Staßfurter in den kommenden Monaten auf Spielerakquise gehen. „Wir haben im Salzlandkreis, dem Raum Magdeburg sowie den Hochschulen der Region ein breites Angebot an Sportlern. Wenn wir da den einen oder anderen überzeugen, nach Staßfurt zu kommen, würde uns das sicher noch einmal weiterhelfen“, hält Frost fest. Aktuell stehen zwölf Spieler auf der Mannschaftsliste des VC 97, doch nicht immer können alle zu jeder Übungseinheit kommen. „Wir trainieren jetzt wieder zweimal die Woche und sind dabei, die Trainingsgruppe zu vergrößern, was auf Grund privater Verpflichtungen nicht immer möglich ist.“ Doch von Staßfurts prominenten Neuzugang profitiert nicht nur die Männermannschaft, sondern der gesamte Verein.

Gewinn für gesamten Verein

„Grundgerüst des Vereins soll weiter die gute Nachwuchsarbeit sein. Doch gerade im männlichen Jugendbereich fehlt uns da noch ein bisschen“, muss Frost eingestehen. Besser sieht die Situation bei den Mädchen aus. Mit Mannschaften in den Altersklassen U20, U16, U14 (zwei Teams), U13 und U12 sind die Bodestädterinnen sehr gut aufgestellt. „Ziel ist es deshalb, den männlichen Bereich an den weiblichen anzupassen.“

Mück selbst ist das beste Beispiel, was man nach einer Ausbildung in der „Staßfurter Volleyball-Schule“ erreichen kann. Zudem hat die Staßfurter Frauenmannschaft in den vergangenen Jahren gezeigt, was eine gute Nachwuchsarbeit bewirken kann. Oft wurden personelle Ausfälle des Landesliga-Teams mit Jugendspielerinnen kompensiert und dennoch stets an der Tabellenspitze mitgemischt. Einen ähnlichen Verlauf erhofft sich Mück auch im männlichen Bereich. „Eine gute Nachwuchsarbeit ist wichtig. Wenn man den jungen Spielern eine Perspektive bietet, rücken sie in die Männer- oder Frauenmannschaft auf.“ Und Frost fügt an: „Wir wollen den Sportlern ein komplettes Angebot vom Jugend- bis zum Erwachsenenbereich bieten.“

Die Aufgaben sollen dazu auf mehrere Schultern verteilt werden. Bereits jetzt betreuen neben Mück und Frost mit Torsten Multischewski, Andreas Moye, Jörg Döring und Thomas Vetter weitere Übungsleiter das Training der einzelnen Mannschaften.

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